fare.logiQ

Produktbeschreibung

Einnahmemangement - die optimale Verbindung unterschiedlichster Vertriebskanäle

fare.logiQ ermöglicht die Verwaltung von Verkaufs- und Buchungsdaten mit Geräten unterschiedlichster Hersteller. Im Mittelpunkt von fare.logiQ steht eine zentrale mandantenfähige Datenbank, die sowohl die vertriebliche Datenversorgung von Verkaufsgeräten, als auch alle buchhalterischen Informationen aus der Datenentsorgung von Verkaufsgeräten verwaltet.

Standardisierte Schnittstellen erleichtern dabei den Datenaustausch mit Geräten unterschiedlichster Hersteller. Technische und fachliche Datenprüfungen gewähren einen korrekten, vollständigen Datenbestand und sorgen damit für Sicherheit. Die Fahrerabrechnung, manuelle Nacherfassungen sowie die Möglichkeit, Datenimporte aus Drittsystemen durchzuführen, machen fare.logiQ zu einer leistungsstarken Nebenbuchhaltung mit Erlösmanagement.

Mit umfangreichen Exporten, Statistiken und der Vorbereitung für die Transport-Leistungsrechnung werden die Funktionalitäten zu einem Gesamtsystem ergänzt, das selbst den komplexesten Anforderungen des ÖPNV gewachsen ist. Darüber hinaus ist fare.logiQ herstellerunabhängig einsetzbar. In einer erweiterten Form wird fare.logiQ als zentrale Komponente der highQ Moblitätsplattform eingesetzt, wobei sich die im ÖPNV-Umfeld angewandten Mechanismen auch für multimodale Prozesse im Rahmen der Vernetzung von regionalen Mobilitätsdienstleistern bewährt haben.

fare.logiQ ist eine MS Windows-basierte Desktop-Applikation, die auch als zentrale Installation für Remote- oder Metaframe-Zugriff einsetzbar ist.

Vorteile von fare.logiQ

  • Sie haben alle Zahlen im Griff durch die direkte Anbindung an Ihre gesamten Vertriebskanäle
  • Ihre Prozesse werden vereinfacht
  • fare.logiQ ist durch HUSST unabhängig von der bei Ihnen eingestzten Hardware
  • das highQ Verkaufssystem TicketApp und fare.logiQ ergänzen sich perfekt
  • eine mehrstufige, konfigurierbare Benutzerverwaltung
  • fare.logiQ ist voll mandantenfähig
  • die Geräteschichten werden auf Vollständigkeit geprüft
  • ein flexibles Bargeldmanagement (wahlweise mit Safebagverwaltung)
  • die Fahrerabrechnung erfolgt über Fahrerkonten
  • Schichten können gesammelt verbucht werden
  • nachträgliche Zu- und Absetzungen können im Backoffice vorgenommen werden
  • Sie können Tages- & Monatsabschlüsse buchhalterisch abrechnen
  • Sie erhalten monatliche Verbundmeldungen und statistische Auswertungen

Funktionen

Stammdaten und Konfiguration

fare.logiQ bietet eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten. Die mehrstufige Benutzerverwaltung verfolgt ein detailliertes Rollenkonzept, wodurch sich einzelne Anwendungsbereiche klar definieren lassen. Die Mandantensteuerung kann dadurch auf Grundlage einer zentralen Datenbank erfolgen. Die für die Buchhaltung des ÖPNV-Betriebes relevanten Stammdaten werden in sinnvollen Abhängigkeiten auf mehreren Abgrenzungsebenen definiert. Den Mandanten sind Organisationen zugeordnet, denen wiederum die Vertriebseinheiten (Fahrer bzw. Bediener der Verkaufsgeräte) zugeordnet sind. Des Weiteren sind Linien den Konzessionen und diese wiederum Konzessionären zugeordnet.

 

Durch das integrierte, freischaltbare Vier-Augen-Prinzip kann gewährleistet werden, dass Änderungen erst wirksam werden nachdem sie von einem anderen Benutzer bestätigt wurden. Sowohl für die Geräte- als auch für die Personalstammdaten stehen Import- und Exportmöglichkeiten im HUSST-Format zur Verfügung. So können die Daten an zentraler Stelle gepflegt und anschließend verteilt werden. Hier wird u.a. die Konfiguration von Erlöskonten, Buchungskennzahlen und Linienkonzessionen vorgenommen, um die automatisierte Zuordnung bei der Einarbeitung zu ermöglichen.

highQ Tarifeditor

Optional wird mit fare.logiQ der highQ Tarifeditor angeboten. Dieser ermöglicht über grafische Benutzeroberflächen die komfortable Erstellung und Verwaltung von Tarifen unterschiedlicher Verbünde und Unternehmen, die als zeitraumbezogene Tarifversionen in einer Datenbank gehalten und in Zusammenhang gebracht werden können. Auf diese Weise sind Strecken-, Zonen- und Wabentarife unterschiedlichster Art abbildbar. Der highQ Tarifeditor ist dabei voll kompatibel zum HUSST-Tarifformat und fügt sich somit problemlos an fare.logiQ als zentrales, führendes Hintergrundsystem an.

Universeller Datenimport

Für den automatisierten Import von Daten im Format der herstellerunabhängigen Standardschnittstelle HUSST wird das Konvertierungsmodul HUSSTkon eingesetzt. Importiert werden Verkaufsdaten aus den angeschlossenen Vertriebssystemen unterschiedlicher Hersteller. HUSSTkon ist ein eigenständiges Programm, das auch als Windows-Dienst verfügbar ist und dann ohne manuelle Bedienung auskommt. Die Daten im XML-Format werden zyklisch aus einem vorgegebenen Verzeichnis eingelesen, geprüft und archiviert. Generell wird dabei die Korrektheit des in den Daten verwendeten XML-Schemas verlangt. Beim Import von Verkaufsdaten findet unter anderem gegenüber den Geräte-, Personal- und Tarifstammdaten aus der zentralen Datenbank eine Plausibilitätsprüfung statt. Fehlerhafte Daten werden je nach Ausprägung als solche markiert in der Datenbank abgelegt oder erst gar nicht importiert und in Dateiform in einem speziellen Fehlerverzeichnis abgelegt. Umfangreiche Ablauf- und Fehlerprotokolle geben dabei Aufschluss über Art der Fehler und darüber, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um diese zu korrigieren. Korrekt eingearbeitete Daten werden anhand einer entsprechenden Konfiguration in den Stammdaten bereits von HUSSTkon buchhalterisch und statistisch vorsortiert, indem beispielsweise mit Erlöskonten verknüpfte Buchungskennzahlen sowie Linienkonzessionen direkt dem Verkauf zugeordnet werden. Dies führt zu einer erheblichen Erleichterung für spätere statistische Auswertungen.

Im HUSST-Format können neben den Verkaufsdaten ebenfalls Tarifdaten, Geräte- oder Personalstammdaten gepflegt werden. Hierfür sind sowohl Export- als auch Importmöglichkeiten vorhanden. fare.logiQ wird dadurch flexibel einsetzbar – als führendes System der Datenversorgung oder integriert in vorhandene Umgebungen.

Als weitere Importmöglichkeit können auch Safebag-Daten von Geldzähldienstleistern oder auch Buchungsdaten aus Bezahlterminals über Dateischnittstellen eingearbeitet werden.

Überwachung und Kontrolle

fare.logiQ bietet zur Gewährleistung der Vollständigkeit und Korrektheit des Datenbestandes Mechanismen und Datenansichten zur umfassenden Kontrolle des technischen Zustandes der Verkaufsgeräte an. Um die Vollständigkeit der importierten Verkaufsdaten überwachen zu können, kommt dabei die Anschlusskontrolle zum Einsatz. Hier können sowohl einzelne Geräte als auch definierbare Gerätegruppen automatisiert auf vorhandene Lücken bzgl. der je Gerätegruppe und Gerät fortlaufenden Nummerierung der Verkaufsschichten untersucht werden. Der dabei erzeugte Schichtlückenreport liefert hierzu detaillierte Informationen. Er kann im pdf- oder MS-Excel- Format erstellt werden.

Für den Fall, dass fehlende Verkaufsschichten nicht mehr geliefert werden können, z. B. wenn ein Gerät defekt ist, gibt es die Möglichkeit zur Vorbuchung. Die entsprechenden Schichtdaten können manuell eingebucht werden – diese Option kann mit Hilfe der mehrstufigen Benutzerverwaltung explizit für gewünschte Anwender freigeschaltet werden. Die Kontrolle der Aktivität einzelner Geräte wird ebenfalls ermöglicht. So kann man feststellen, ob es Geräte gibt, die seit längerer Zeit nicht mehr aktiv waren.

Schichtabrechnung mit Bedienerkonten

Alle Verkaufsvorgänge aus dem personalbedienten Verkauf sowie aus Fahrscheinautomaten werden in Verkaufsschichten zusammengefasst, die über fare.logiQ geprüft und abgerechnet werden. Zur Prüfung der Bargeldeinnahmen von Fahrern, Zugbegleitern oder Kontrolleuren werden Bedienerkonten geführt.

Das eingenommene Bargeld kann wahlweise manuell oder auch automatisch durch den Import von Safebag-Daten eines Kassendienstleistungsunternehmens dem Bedienerkonto zugewiesen werden. Bei manueller Zuweisung kann unterschieden werden, ob die Zahlung vom Bediener auf ein Bankkonto einbezahlt oder direkt in der Abrechnungsstelle in bar abgeliefert wurde.

Eine Schicht entspricht einer Sollstellung, die durch den entsprechenden Betrag auf dem Bedienerkonto als Habenstellung ausgeglichen werden muss. Um eine flexible Abgrenzung der zu verbuchenden Schichten zu ermöglichen, können dabei Schichten gesammelt verbucht werden. Dies kann wahlweise manuell oder auch vollautomatisch stattfinden – je nach Konfiguration. Entscheidend ist, dass das Bedienerkonto genügend Geld aufweist. Eine schichtscharfe Abrechnung ist somit nicht notwendig. Die Schichtbuchungen werden in Tagesabschlüssen zusammengefasst, die dem jeweiligen Benutzer von fare.logiQ zugeordnet werden. Offene Postenlisten ermöglichen eine schnelle Übersicht über noch zu verbuchende Schichten.

Eine besondere Vorgehensweise ist für die Abrechnung von Auftragnehmern vorgesehen. Dabei werden nicht einzelne Bediener, sondern die den Bedienern zugeordnete Organisation als Abgrenzung für die Sammelbuchung verwendet. Dadurch ergibt sich eine entsprechende Forderung an das Fremdunternehmen.

Es können nachträgliche Zu- und Absetzungen wie z. B. gezielte Stornos einzelner Verkäufe, nachträgliche Gutscheinabgaben oder die nachträgliche Verbuchung von Blockverkäufen über fare.logiQ durchgeführt werden. Diese werden danach nicht nur in den Bedienerkonten, sondern auch in den Statistikdaten und den monatsscharfen Verbundmeldungen berücksichtigt. Mit dem buchhalterischen Monatsabschluss werden auch die Kontoauszüge der Bedienerkonten festgeschrieben, die anschließend an die Bediener verschickt werden können. Sie geben detailliert Aufschluss über alle den Bediener betreffenden Bargeldvorgänge inklusive der manuellen Korrekturen in der Abrechnungsstelle.

Weitere Erlösbuchungen

Erlöse beschränken sich nicht nur auf Einnahmen aus Ticketverkäufen. Schülerersatzverkehr, Artikelverkauf, Zuschüsse oder Erlöse aus der Verbundabrechnung sind nur einige Beispiele, die eine zusätzliche Buchungsmöglichkeit erfordern. fare.logiQ ermöglicht dies in mehreren Modulen, die an unterschiedliche Anforderungen angepasst sind.

Verkehrseinnahmen können linienbezogen erfasst und auf Grundlage vordefinierter Buchungskombinationen zugeordnet werden. Dabei kann über die Stammdaten eine Zuordnung von Erlöskonten zu den auswählbaren Buchungskennzahlen hergestellt werden. Am Ende wird der Buchungsvorgang mit einer Quittung belegt. In den Stammdaten werden darüber hinaus sowohl Debitoren als auch Kreditoren gepflegt, für die Erlösbuchungen auf Rechnung erstellt werden können.

Fremdeinnahmen z. B. aus Kooperationen mit Touristik-Anbietern werden auf ebenfalls in den Stammdaten hinterlegten Kreditor-Nummern gebucht. Ähnlich dazu haben weitere Buchungsarten eigene speziell hinterlegte Erlöskonten, die beim Export in die Hauptbuchhaltung als saldierte Datensätze übergeben werden. Ebenfalls quittiert werden erfasste Posten wie bspw. Beträge aus Wechselgeldausgabe oder Kassenfehlbeträge. Es entsteht dadurch eine transparente Nachvollziehbarkeit aller Vorgänge.

Nebenbuchhaltung

Alle buchhalterischen Vorgänge werden in Tagesabschlüssen zusammengefasst, die dem jeweiligen Benutzer von fare.logiQ zugeordnet werden. Der Tagesabschluss bezieht sich nicht auf einen Kalendertag und kann zu einem beliebigen Zeitpunkt endgültig abgeschlossen werden. Danach können keine weiteren Änderungen an den betreffenden Buchungsposten vorgenommen werden.

Der endgültige Tagesabschluss wird dem aktuellen Monatsabschluss zugeordnet. Der Monatsabschluss ist dem kalendarischen Monat zugeordnet. Sofern keine offenen Tagesabschlüsse vorhanden sind, kann ein endgültiger Monatsabschluss durchgeführt werden, der alle zugeordneten Tagesabschlüsse zusammenfasst. Dabei geben unterschiedliche Ausdrucke Aufschluss über monatliche Summen bspw. bezogen auf Vertriebswege, Bezahlarten, Produkte oder die Einnahmen je Organisation.

Sowohl bezogen auf Tages- als auch Monatsabschluss können entsprechende Exporte für eine nachgelagerte Hauptbuchhaltung erzeugt werden. Dazu sind in fare.logiQ bereits SAP R3K Schnittstellen vorhanden.

Statistik

Alle Verkaufs- und Buchungsdaten in fare.logiQ werden in einer zentralen Datenbank mit einer relationalen Struktur vorgehalten.

Es wird eine Oberfläche angeboten über die auf Basis von SQL-Abfragen durch einfache Bedienung statistische Auswertungen erzeugt und abgespeichert werden können. Dabei ist ein Set von Standardauswertungen voreingestellt. Darüber hinaus können Auswertungsvarianten selbst erstellt bzw. angepasst werden. Für eine Grafische Darstellung mit interaktiver Bearbeitung wird optional ein Business Intelligence Tool angeboten.

Standardauswertungen

Über die Statistik-Auswertungen dargestellte Oberfläche können voreingestellte Auswertungsvarianten gewählt und nach Wahl eines Datumsbereichs und ggf. setzen von gewünschten Filtern (für jedes Feld der Abfrage möglich), per Knopfdruck eine entsprechende Auswertungen erstellt werden.

Voreingestellt sind z. B. Verkäufe je Monat, Organisation und Produkt; Verkäufe nach Wochentag; Nutzungen nach Verkaufsort, Startort und Zielort.

Das Ergebnis einer Statistik Abfrage kann durch Einstellung an der Oberfläche wahlweise als MS Excel-Datei oder als semikolongetrennte CSV-Datei erzeugt werden.

Bearbeiten von Auswertungsvarianten

Abfragevarianten können durch Benutzer mit besonderer Berechtigung frei definiert werden. Dabei wird ein Set von möglichen Feldern vorgesehen, die zunächst über eine Auswahlbox beliebig zusammengestellt werden können. Danach können je Feld über eine weitere Auswahlbox die Attribute „Anzeigen“, „Gruppieren“, „Summieren“ oder „nur Filtern“ angezeigt werden. Zuletzt kann jedes Feld mit einem Filterwert belegt werden. Nach vollständiger Eingabe kann die so entstandene Abfragevariante mit einem Namen versehen und abgespeichert werden. Das System generiert daraufhin ein Template im MS Excel-Format. Dieses kann nachbearbeitet und dauerhaft als Vorlage für diese Abfragevariante verwendet werden.

Dies ermöglicht auch dem Benutzer ohne Datenbankkenntnisse die statistischen Übersichten seines Betriebes über z. B. Verkaufseinnahmen je Linie zu erstellen, Informationen zu Fahrgastzählungen oder Kartennutzungen zu generieren.

Verbundmeldungen

Des Weiteren ermöglicht fare.logiQ die Erzeugung eines vom buchhalterischen Monat unabhängigen Meldemonats, der benutzergesteuert erstellt wird. Dadurch ist eine klare Abgrenzung der Monatszuordnung der Verkaufsdaten möglich. Anschließend erfolgt die Erstellung von Meldungen an die Verbünde gemäß der verkauften Tarife. Die Verkaufsdaten werden je nach Anforderung aufbereitet ggf. um benötigte Zusatzinformationen ergänzt und in Form gebracht. Dabei können sowohl einfache CSV-Dateien erzeugt oder direkt Meldevorlagen des Verbundes, z. B. im MS-Excel-Format, gefüllt werden.

Die Erstellung von Meldungen kann monatsweise als endgültig markiert werden, wodurch eine eindeutige Nachvollziehbarkeit auch unabhängig etwaiger nachträglich einfließender Daten gewährleistet werden kann. Solche werden als Nachmeldung dem Folgemonat zugeordnet.

Business Intelligence System

Zur Abbildung von Auswertungen mit flexiblem Reporting ist in fare.logiQ optional ein browserbasiertes, multidimensionales Business Intelligence-System (sog. BI-Tool) integriert. Dieses erlaubt dem Nutzer jederzeit individuell konfigurierbare Berichte zu erstellen und diese sowohl in grafischer- als auch tabellarischer Form darzustellen.

Dieses BI-System entspricht einer Plattform mit frei konfigurierbaren Auswertungs- und Reportingfunktionen wobei vielfältige Auswertungsvarianten möglich sind.

Das System erlaubt jede Form von Auswertung zu erstellen, zu der die zugehörigen Rohdaten aus der Datenbank importiert werden können (automatisierter tagesaktueller Import-Job). Als Ausgabeform kann sowohl ein Export nach PDF bzw. Papierdruck als auch die digitale Anzeige am PC oder Smartphone/Tablet gewählt werden.

Die Betrachtung der digitalen Statistiken mit dem Business Intelligence System bietet durch interaktive Steuerung einzelner Abfrageelemente eine besonders flexible und transparente Sicht auf die Daten. Ohne Zeitverzögerung kann mit einem Mausklick auf die Grafik die Ansicht ergänzt oder eingeschränkt werden.

 

Das integrierte BI- und CPM-Tools bietet folgende Vorteile:

  • Dynamische Datenanalyse in Echtzeit
  • Tägliche Datenübersicht
  • Anbindung diverser Vorsysteme
  • Individuelle Berichte/ Auswertungen
  • Excel Look&Feel
  • Verfügbar auf unterschiedlichen Endgeräten

Transportleistungsrechnung

fare.logiQ verfügt über eine Schnittstelle zur Transportleistungsrechnung (TLR). Dafür werden einerseits die bereits bei der Datenkonvertierung den entsprechenden Linien zugeordneten Einnahmen aus den Verkaufsgeräten verwendet sowie andererseits die über die weiteren Erlösbuchungen erfassten Beträge aus der Verbundabrechnung bzw. aus Zuschüssen, die bei der Erfassung der entsprechenden Linie zugeordnet werden. Einnahmen von relationslosen Verkäufen, die nicht einer Linie zugeordnet werden können, werden zunächst einer fiktiven Linie zugeordnet.

Zur Aufbereitung der Daten für die TLR werden den linienbezogenen Einnahmen die gefahrenen Linienkilometer gegenübergestellt. Zur Erfassung der Linienkilometer ist eine VDV-konforme Schnittstelle vorhanden, sodass die Daten direkt aus einem Planungssystem importiert werden können. Für eine individuelle Zuordnung und insbesondere zur Auflösung für die zunächst mit Beträgen belegten fiktiven Linien können über die Stammdatenverwaltung die Werte manuell bearbeitet werden sowie Verteilungsschlüssel und entsprechende Gewichtungen angegeben werden.

In einem Exportlauf entstehen dadurch die benötigten Daten für die Kosten-Nutzen-Rechnung in der TLR. Es wird die Schnittstelle „TLR Bus“ der Deutschen Bahn unterstützt.

CiCoLo

Die VDV-KA Stufe 3 bestens organisiert. CiCoLo von highQ bietet eine umfassende Checkin-Checkout-Verwaltung mit standardisierten Schnittstellen. Mit (((eTicket Deutschland und der damit verbundenen Standardisierung von Datenschnittstellen bietet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VDV eine Vorgabe, die CiCoLo in vollem Umfang unterstützt. Sollten Sie vorhaben, Ihr Beförderungsangebot um ein standardisiertes Verfahren mit automatischer nutzungsabhängiger Fahrpreisermittlung zu erweitern, wird sich CiCoLo problemlos in Ihr Verkehrsunternehmen integrieren.

In analoger Weise kommt CiCoLo auch im Bereich von Smartphone-App-basierten Check-in / Be-out Systemen als Hintergrundkomponente zum Einsatz.

Das vollautomatisch arbeitende CiCoLo liest VDV-KA Kontrolltransaktionen (sog. TXEBER-Datensätze) von elektronischen Fahrkarten an Leseterminals in Fahrzeugen oder an Haltestellen einerseits und Ein- / Ausstiegstransaktionen aus dem App-Backend eines CiBo-Systems andererseits ein und ermittelt daraus Checkin- und Checkout-Aktionen.

Unter Berücksichtigung von konfigurierbaren Kriterien werden aus den Aktionen die Fahrten bzw. ganze Fahrtenketten ermittelt, die in Zusammenhang mit dem gewählten Tarif zu einem bepreisten Verkaufsdatensatz führen. Über grafische Benutzeroberflächen können dabei alle Aktionen überwacht und im Ausnahmefall manuell nachbearbeitet werden.

Für einen kundenfreundlichen Umgang mit beim Checkin-Checkout-Verfahren oft unvermeidlicher Fehlbedienung z.B. durch Vergessen der Checkout-Aktion besitzt CiCoLo eine automatische Vervollständigung von Fahrten, die auf eine Gedächtnisfunktion in Zusammenhang mit parametrisierbaren Kriterien zur Steuerung von Eskalationsstufen zurückgreift - eine selbstlernende intelligente Lösung, die Ihre Fahrgäste begeistern wird.

Zur Übergabe der Verkaufsdatensätze an ein weiterverarbeitendes Hintergrundsystem unterstützt CiCoLo die herstellerunabhängige Standardschnittstelle HUSST. Der in CiCoLo hinterlegte Tarif kann ebenfalls über die herstellerunabhängige Standardschnittstelle HUSST komplett oder als Differenzlieferung importiert werden.

 

Durch die Analogie der Abläufe ist CiCoLo auch für Verkaufssysteme mit Check-in / Check-out bzw. Be-in / Be-out Verfahren einsetzbar. CiCoLo wurde in Zusammenarbeit mit dem Kreisverkehr Schwäbisch Hall entwickelt, der das erste Checkin-Checkout Verkaufssystem nach VDV-KA Standard betreibt.

Downloads

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Hinweis zur DSGVO

Ihre Daten werden vertraulich behandelt und dienen nur zu Marketingzwecken. Es werden zu keiner Zeiten persönliche Daten an Dritte weitergegeben.

Weitere Informationen können in unseren Datenschutzbestimmungen nachgelesen werden.

 

Aktuelles

Erfolgreicher Projektstart mytraQ VBB-prüfApp

Trotz der Widrigkeiten von Corona konnte am 02.04.2020 das Kick-Off zum neuen Projekt der highQ Computerlösungen GmbH mit der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH über ein Web-Meeting erfolgreich durchgeführt werden.

Projektumfang ist die Lieferung einer VBB-prüfApp für Kontrolleure zur (teil)automatisierten Prüfung der elektronisch gespeicherten Inhalte von VDV-Barcodes und VDV-Nutzermedien zur Gültigkeitskontrolle. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Februar 2021, bereits Mitte 2020 werden erste Prüfungen mit dem System in der Fläche durchgeführt.

Mit zunächst bis zu 100 Endgeräten (Smartphone) und der highQ App mytraQ Pro werden die Prüfung von VDV-Barcodes nach Spezifikationen des VBB und der VDV eTicket Service GmbH & Co. KG (VDV ETS) für alle Verkehrsunternehmen sichergestellt. Vom 2D-Barcode bis zur Chipkarte über NFC, im Endausbau können dann 500 Devices die highQ Lösungen nutzen.

Neben der App mytraQ Pro für die VBB-prüfApp kommen die highQ Hintergrundsysteme fare.logiQ (zur Verwaltung der Prüfer und Prüfungen) und IONgate (zur Anbindung an die VDV-KA, inkl. dem SAM Server) zum Einsatz. Ein guter Brückenschlag zu dem bereits seit vielen Jahren im Einsatz befindlichen TicketOffice für Abo-/Schülerkartensystem bei vielen Verkehrsunternehmen im VBB.

Thomas Wanke, Niederlassungsleiter Berlin, freut sich sehr über diesen Erfolg: “ Wieder zeigt sich wie wir als highQ mit unserem Produktportfolio einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung von ÖV-Prozessen leisten. Nur durch den Einsatz des bereits bestehenden Standard-App mytraQ Pro kann der VBB Zeitplan gehalten und bereits jetzt mit den ersten Tests begonnen werden. Die App mytraQ Pro kann zukünftig auch für den gesamten EBE-Prozess genutzt werden um so weitere Synergien zu heben.“

highQ in der FAZ

Stadt der Zukunft

„Wer die Menschen aus dem Auto holen will, muss ihnen ein wirklich attraktives Angebot machen“, ist highQ-Geschäftsführer Thomas Hornig überzeugt. Die Freiburger IT-Spezialisten machen sich schon seit vielen Jahren Gedanken darüber, wie ein Wandel hin zu umweltfreundlicheren Fortbewegungsarten gelingen kann. Der zentrale Ansatz dabei ist eine digitale Mobilitätsplattform, auf der sämtliche öffentlichen Verkehrsangebote unter einem (Software-) Dach zusammengefasst werden. Über eine Smartphone-App können die Verkehrsteilnehmer dann ihre bevorzugte Reisevariante auswählen und direkt buchen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Schranke auf für den modernisierten DB Sylt Shuttle

Über 18 Jahre währt jetzt schon die Zusammenarbeit von highQ mit der DB Fernverkehr AG

Über 18 Jahre währt jetzt schon die Zusammenarbeit von highQ mit der DB Fernverkehr AG, dem Betreiber des Autoreisezugs „Sylt Shuttle“ zwischen Niebüll und Westerland. highQ-Geschäftsführer Thomas Hornig erinnert sich noch gut an die Anfänge des Projekts: „Damals, Anfang dieses Jahrtausends, haben wir den Sylt Shuttle fahrscheintechnisch von Papier auf elektronische Chipkarten umgestellt und damit – im wahrsten Sinne des Wortes – digitalisiert.“ Dieses chipkartenbasierte System, SVT01 genannt, war anschließend 18 Jahre und 365 Tage im Jahr ununterbrochen im Einsatz.

 

Natürlich ist die Technik seither nicht stehen geblieben, sodass highQ im Juli 2018 einen Folgeauftrag zur Modernisierung des Sylt Shuttles erhielt. Ziel war es, sowohl die Kundenschnittstelle als auch das Backend auf den aktuellen Stand zu bringen. Im neuen System SVTneo, das im Laufe des Jahres 2019 schrittweise in den Realbetrieb ging, wurden eine Vielzahl von Neuerungen umgesetzt; dazu gehört ein Kunden-Webshop und ein komfortables App-Ticketing, welches die chipkartenbasierten Bezahl- und Schrankenautomaten ablöste. „Damit ist der Sylt Shuttle jetzt auf dem aktuellen Stand für das mobile Zeitalter“, betont highQ-Projektleiter Erik Schlegel. Nutzer des Autozugs können ihren Transfer jetzt vorab online oder mobil buchen und dann direkt durch die offene Schranke ins Verladeterminal einfahren, denn das Check-in erfolgt automatisch per Kennzeichenerkennung. „Das damit verbundene Kundenerlebnis ist geradezu magisch“, so Schlegel begeistert.

 

Ausdrücklich gelobt für die gute und termingerechte Umsetzung wurde highQ von seinem Kunden, der Deutschen Bahn: „Wir sind stolz auf das neue, gemeinsam erarbeitete Sylt Shuttle-Buchungssystem und blicken gleichzeitig auf eine wahrlich langjährige Zusammenarbeit seit dem Jahr 2001 zurück“, sagt Thomas Hellwig, verantwortlicher Projektleiter bei der DB Fernverkehr AG.  „Dank seiner Expertise hat es highQ über zwei Dekaden hinweg verstanden, unser System durch nachhaltige Weiterentwicklung immer wieder auf den allerneuesten Stand zu bringen – in der schnelllebigen IT-Welt ist das sicherlich alles andere als der Normalfall.“ Dieses Lob erwidert highQ-Chef Thomas Hornig gern: „Der Folgeauftrag hat uns sehr gefreut, zeigt er doch, dass unser gutes Verhältnis auch nach 18 Jahren Partnerschaft keinerlei Spuren von Zerrüttung zeigt“, so sein launiger Kommentar.

 

Und auch der Dritte im Bunde – der Nutzer des Sylt Shuttles – scheint mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Die neue App erhielt überwiegend gute Bewertungen in den App-Stores und wurde schon in der ersten Woche nach der Freischaltung im Web und der App bereits für 600 Buchungen genutzt – noch bevor die neuen Funktionen überhaupt aktiv beworben wurden.

Intelligent fahren, Zeit sparen

Pendler verlieren jeden Tag viel Zeit auf ihrem Weg zu und von der Arbeit. Das Bonussystem Zeitmeilen verspricht Abhilfe:

Pendler verlieren jeden Tag viel Zeit auf ihrem Weg zu und von der Arbeit. Das Bonussystem Zeitmeilen verspricht Abhilfe: Es belohnt flexibles, multimodales Mobilitätsverhalten und trägt so dazu bei, Verkehrsströme zu entzerren.

 

Am schlimmsten ist es in Berlin: Laut einer Studie des US-amerikanischen Verkehrsinformationsdienstes INRIX verloren die Hauptstädter im Jahr 2018 durchschnittlich 154 Stunden Lebenszeit durch Staus und zähflüssigen Verkehr. Auch in anderen deutschen Ballungsräumen sieht es nicht viel besser aus. Bundesweit gehen so jedes Jahr geschätzt über eine halbe Million Stunden im Wert von viereinhalb Milliarden Euro verloren, und die Umwelt wird mit zusätzlichen 600 Tonnen CO2 infolge des Kraftstoff-Mehrverbrauchs belastet. Und eine nachhaltige Besserung ist nicht in Sicht, denn weder das Straßennetz noch das öffentliche Verkehrsangebot lassen sich kurzfristig an den absehbar weiter zunehmenden Berufsverkehr anpassen.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma will das Berliner Startup Zeitmeilen AG mit einem neuartigen digitalen Service aufzeigen. Die Idee: Pendler sollen nicht täglich stur dieselbe Strecke fahren, sondern sich bei ihrer Routenwahl an den individuellen Empfehlungen ihrer Mobilitäts-App orientieren. Die empfohlene Fahrtstrecke kann, trotz identischen Ziels, täglich eine andere sein, oder auch – z.B. bei großflächigen Verkehrsbehinderungen – ein Vorschlag, das Auto auf dem nächsten Park-and-Ride-Platz abzustellen und mit der U-Bahn weiterzufahren. Wer der Empfehlung folgt, kommt in jedem Fall schneller und entspannter an sein Ziel, und auch die Stadt insgesamt profitiert, indem der Verkehrsfluss zeitlich und räumlich entzerrt und optimal auf die vorhandene Infrastruktur verteilt wird.

 

Funktionsweise

Für jeden Teilnehmer ermittelt Zeitmeilen eine individuelle, staufreie Route zu seinem Ziel. Die Anwendung ist vor allem für Berufspendler gedacht, die regelmäßig gleiche Wegstrecken zurückzulegen haben; mit der Vorhersagefunktion lassen sich jedoch auch neue Wegstrecken zeitlich optimieren. Als Basis für die Zeitmeilen-Empfehlungen dienen die Bewegungsdaten aller Zeitmeilen-Nutzer, die um aktuelle und historische Verkehrsdaten der regionalen Verkehrszentrale ergänzt werden. Auf diese Weise sind valide Vorhersagen möglich, die auf aktuellsten Daten basieren und so auch kurzfristige Einflüsse berücksichtigen. Umgekehrt kann das System auch den Verkehrsbehörden wertvolle Zusatzinformationen liefern, die sie zur Verkehrsbeeinflussung und -optimierung nutzen könnten.

 

Vorteile gegenüber anderen Routing-Apps

Im Vergleich zu anderen Routing-Apps hat Zeitmeilen gleich mehrere Vorzüge: Erstens hat das System Zugriff auf eine umfassende regionale Datenbasis und kann somit auch absehbare Verkehrseinschränkungen, etwa durch künftige Baustellen, bei ihren Empfehlungen berücksichtigen; zweitens werden nicht nur die individuellen Routen einzelner Verkehrsteilnehmer, sondern parallel die Routen aller Zeitmeilen-Nutzer optimiert und so die „Schwarmintelligenz“ genutzt; drittens können auch die Interessen des Gemeinwohls Berücksichtigung finden, indem z.B. Ausweichstrecken nicht durch sensible Bereiche wie Wohngebiete oder an Schulen vorbei geführt werden. Und nicht zuletzt erfüllt Zeitmeilen höchste Anforderungen an den Datenschutz: Die Anwendung nutzt eine patentierte, DSGVO-konforme Ortung, es werden keine individuellen Bewegungsprofile erstellt. Sämtliche Prozesse laufen anonymisiert und verschlüsselt über deutsche Server und Netze.

 

Bonuspunkte schaffen zusätzliche Anreize

Nun müssten die Verkehrsteilnehmer nur noch den guten Ratschlägen von Zeitmeilen folgen und alles wäre gut … aber leider ist der Mensch ein Gewohnheitstier und fährt gern jeden Tag seine gewohnte Strecke. Um ihn auf neue Wege umzuleiten und zu „vernünftigem“ Mobilitätsverhalten zu bewegen, enthält Zeitmeilen daher zusätzlich ein Belohnungssystem mit Gamification-Komponenten. Wer die Anwendung regelmäßig nutzt und sich an die Routenempfehlungen hält, erreicht nicht nur schneller sein Ziel, sondern kann – als Dankeschön für seine Flexibilität – Bonuspunkte („Zeitmeilen“) sammeln. Diese können später in ideelle, virtuelle oder geldwerte Prämien eingetauscht werden, beispielsweise Gratisparkzeiten oder Einkaufsgutscheine. Das in Zeitmeilen integrierte Incentive-Programm ermöglicht so auch vielfältige Beteiligungsmodelle für die regionalen Mobiltitätsanbieter.

 

Anwendung im Unternehmen

Neben den Pendlern, die dank Zeitmeilen den Stau umfahren, und Kommunen, die von Verkehrsspitzen entlastet werden, können auch Unternehmen profitieren, wenn sie Zeitmeilen für ihre Mitarbeiter einführen. Zum einen kommen diese morgens entspannter und pünktlicher zur Arbeit, zum anderen lassen sich durch den effizienteren Einsatz von Firmenflotten und die Reduktion von Parkflächen konkrete Einsparungen erzielen. Der Aufwand für Einrichtung und Betrieb der Zeitmeilen-Anwendung amortisiert sich somit binnen kurzer Zeit – denn dafür genügt ein Bruchteil der Kosten, die sonst z.B. für den Bau und Betrieb von Parkplätzen anfallen würde. Darüber hinaus kann das Unternehmen durch die aktive Beteiligung seiner Belegschaft am vernünftigen Pendeln seine CO2-Bilanz nachhaltig verbessern.

 

Incentivierung im Unternehmen

Auch die Incentivierung kann im Unternehmenskontext sinnvoll eingesetzt werden: Beherzigt ein Mitarbeiter die Empfehlungen der App (z.B. Fahrt außerhalb der Stoßzeiten, Nutzung einer alternativen Strecke) oder fährt ressourcenschonend (z.B. mittels Carpooling, Nutzung von ÖPNV oder Fahrrad), sammelt er Zeitmeilen, die er anschließend gegen eine Prämie eintauschen kann. Zusätzlich können interne Wettbewerbe („Zeitmeiler des Monats“) zur Motivation beitragen. Als Ergänzung zur App gibt es ein Dashboard zur Erfolgskontrolle, dass z.B. in der Betriebskantine platziert werden kann und so weitere Mitarbeiter zum Mitmachen motiviert. Da Zeitmeilen nicht sanktioniert, sondern immer nur positives Mobilitätsverhalten belohnt, haben auch die Vertreter der Arbeitnehmermitbestimmung und der Gewerkschaften in der Regel keine Vorbehalte gegen eine Einführung solcher Incentivierungsmaßnahmen. 

 

Flexible Integration in Mobilitäts-Apps

Inzwischen gehört die Zeitmeilen AG zur Familie des Freiburger Softwareunternehmens highQ, das auf die Entwicklung von IT-Lösungen für den öffentlichen Verkehr und Controlling-Lösungen für Banken spezialisiert ist. Nutzer der von highQ entwickelten Mobilitäts-App mytraQ können die Zeitmeilen-Funktionen daher schon heute in vollem Umfang für die Optimierung von betrieblicher Mobilität nutzen. Darüber hinaus steht Zeitmeilen weiterhin als selbstständige App sowie als Whitelabel-Applikation zur Integration in Routing- und Ticketing-Apps anderer Anbieter zur Verfügung. Ein Beispiel für eine solche Whitelabel-Anwendung ist die multimodale Mobilitäts-App moveBW in Stuttgart. Auch im Unternehmenskontext wurde Zeitmeilen bereits eingesetzt (im Rahmen der Initative SB:digital des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).

 

Um die Nutzerakzeptanz zu erhöhen, verfolgt Zeitmeilen grundsätzlich das Prinzip „Belohnen statt Bestrafen“: Die Fahrt im eigenen Auto wird nicht – wie etwa im Fall eines Fahrverbots oder einer Citymaut – sanktioniert, sondern der motorisierte Individualverkehr bleibt Teil des von Zeitmeilen optimierten Mobilitätsmix. Wenn vom Anwender gewünscht, kann jedoch der Umstieg auf die Verkehrsmittel des Umweltverbunds über die Incentivierungsfunktion belohnt werden. Selbst eingefleischte Autofahrer lassen sich auf diese Weise eher „abholen“ und Schritt für Schritt zu einem multimodalen, umweltfreundlicheren Verkehrsverhalten bewegen. Für verkehrsgeplagte Kommunen wie auch Unternehmen mag es daher effektiver sein, einen kleinen Betrag in Zeitmeilen anstatt einen größeren in weitere Straßen oder Parkplätze zu investieren.

Intermodal und bedarfsgesteuert: Planung für die Verkehrswende

Entwicklung einer intermodalen Planungskomponente aus Basis des Planungssystems PlanB

Im Rahmen des Forschungsprojekts MaaS L.A.B.S. sollen integrierte Verkehrskonzepte aus Linienverkehr und On-Demand-Angeboten erprobt werden. Das Freiburger IT-Unternehmen highQ entwickelt hierfür eine intermodale Planungskomponente auf Basis seines Planungssystems PlanB.

 

Noch ist die Welt der Mobilität klar in zwei Hälften geteilt: den motorisierten Individualverkehr (MIV) auf der einen und den öffentlichen Verkehr (ÖV) auf der anderen Seite. Doch schon in wenigen Jahren dürfte das Verkehrsgeschehen in den Städten wesentlich bunter aussehen: Der liniengebundene ÖV wird ergänzt durch individuelle, bedarfsgesteuerte Sharing-Komponenten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „individuellem öffentlichen Verkehr“ (IÖV). Das Ziel: Jeder Verkehrsteilnehmer soll mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbunds ebenso sicher und bequem an sein Ziel gelangen, wie er das von der Fahrt im eigenen Auto gewohnt ist.

Die Realisierbarkeit und die Akzeptanz eines solchen Verkehrssystems soll das auf vier Jahre angelegte, vom BMBF mit rund 4,5 Millionen Euro geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekt MaaS L.A.B.S. (Mobility-as-a-Service-Plattform: Lebendig, Automatisiert, Bedarfs- & Sharing-orientiert) klären, welches offiziell am 15. Mai 2019 gestartet wurde. Als eine von drei Pilotstädten wurde Potsdam ausgewählt: Dort soll das bestehende ÖV-Fahrplanangebot durch selbstfahrende elektrische Mikrobusse zur Feinerschließung sowie Car-, Bike- und Ridesharing-Angebote ergänzt werden. Sämtliche Angebote werden über eine gemeinsame digitale Plattform zusammengeführt, sodass für die Verkehrsteilnehmer ein einheitliches, attraktives Gesamtangebot entsteht.

 

Integration aller Mobilitätsangebote

Die Basis des Systems bildet eine integrierte Mobilitätsplattform, welche die Verkehrsleistungen der verschiedenen Anbieter verknüpft und eine übergreifende Planung, Steuerung und Abrechnung ermöglicht. Über eine noch zu entwickelnde Routing- und Ticketing-App erhalten die Verkehrsteilnehmer Zugriff auf das Gesamtangebot; über ihr Smartphone können sie ihre individuelle Reisekette zusammenstellen, erhalten einen Gesamtpreis für die gewählte Variante und können diese direkt buchen.

Neben den Verkehrsbetrieben der drei Pilotstädte (Potsdam, Cottbus und Hannover) sind mehrere Hochschulen und IT-Unternehmen an MaaS L.A.B.S. beteiligt; zu den insgesamt zehn Projektpartnern gehört auch das Freiburger IT-Unternehmen highQ Computerlösungen GmbH, das bereits Erfahrungen in zahlreichen Forschungs- und Kundenprojekten zur digitalen Mobilität gesammelt hat. Neben der Mitwirkung an der MaaS-Gesamtarchitektur ist highQ maßgeblich in die Entwicklung der plattformeigenen Ticketing- und Clearingsysteme sowie der MaaS-App und der MaaS-Planungskomponente involviert.

 

Flexibilisierung der Planung

Ein solches integriertes Angebot, in dem Linien- und Bedarfsverkehre flexibel miteinander verknüpft sind, erfordert eine intermodale Betriebsplanung, die von üblichen ÖV-Planungstools bisher nicht unterstützt wird; im Rahmen von MaaS L.A.B.S. wird ein solches Planungstool nun erstmals umgesetzt werden. Die Basis bildet die highQ-Planungssoftware PlanB, die zu diesem Zweck um zusätzliche Module zur Vorplanung sowie zur Ad-hoc-Einsatzplanung der Bedarfsverkehre ergänzt wird. In der Vorplanung werden die Angebotskorridore festgelegt; die reale Einsatzplanung der Fahrzeuge erfolgt dann in Echtzeit auf der Basis der Fahrgastanfragen. Diese Anfragen werden effizient auf die Fahrzeuge gebündelt; dabei werden stets auch die Anschlussverkehre berücksichtigt, um Wartezeiten für die Fahrgäste zu minimieren. Auf diese Weise entstehen verlässliche Reiseketten, die eine echte Alternative zur Fahrt im eigenen Auto bieten.

Da die Bedarfsverkehre mit elektrischen Mikrobussen gefahren werden, sind darüber hinaus die Spezifika elektrischer Fahrzeuge wie Reichweiten und Ladezeiten in den Umläufen zu berücksichtigen – die hierfür notwendigen Ergänzungen zu PlanB befinden sich aktuell bereits in der Umsetzung. Die Umlaufbildung und -optimierung erfolgt dann auf Basis der verfügbaren (Rest-) Reichweiten der Fahrzeuge in Abhängigkeit vom Energiebedarf (z.B. Höhenprofil) der jeweiligen Strecke sowie von den klimatischen Bedingungen, die ebenfalls Auswirkungen auf die realen Reichweiten haben.

 

Vorbildwirkung für andere Städte

Die Projektergebnisse von MaaS L.A.B.S. sollen die Grundlage für eine ökologische Verkehrswende in den Städten – weg vom MIV, hin zum IÖV – bilden. Deshalb fokussiert das Projekt nicht nur auf die technischen Aspekte, sondern bezieht auch die Bevölkerung, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und Politik der beteiligten Städte aktiv ein. Wenn die angestrebten Projektziele erfolgreich umgesetzt werden und bei den Verkehrsteilnehmern die erhoffte Akzeptanz finden, werden intermodal geplante Verkehrssysteme bald auch in weiteren Städten und Kommunen Einzug halten.

Kontakt

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Kai Horn

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