05-2000
Kommunal Intern
Wirtschaftstelegramm
FREIBURG: Die Südbadenbus GmbH (SBG), Freiburg, hat in Zusammenarbeit mit "highQ Computerlösungen GmbH" und dem Ingenieurbüro Schade (IBS) in Freiburg, ein "elektronisches Schülerabrechnungsverfahren" entwickelt das in Kooperation mit der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau jetzt erstmals eingesetzt wird.
Seit Ende März sind die Schüler des Gymnasiums Kenzingen in das "e-Ticketing" der SBG einbezogen. In der Schule ist eine Ticket-Station installiert worden, an der die Schüler in Zukunft ihre Monatskarten erwerben können - ohne jeden Papierkrieg.
Das geht so: Die Schüler bekommen eine Chipkarte, auf der Schüler- und Schulname lesbar sind. Die Pennäler können dann an den Ticket-Stationen in den Schulen durch einfaches Auflegen der Chipkarte ihren Monatsfahrausweis ohne Probleme verlängern. Beim Aufladen prüft der Automat, ob der fällige Eigenanteil per Lastschrift eingegangen ist. Ist das geschehen wird die Karte verlängert und eine Fahrscheinquittung ausgestellt. Ist kein Eigenanteil eingegangen kann der Schüler den fälligen Betrag an der Ticket-Station per Geldkarte begleichen.
Für die SBG ist das ein großer Vorteil: Der Fahrkartenverkauf in den Bussen entfällt weitgehend, was sich auch zu Gunsten der Pünktlichkeit auswirken soll.
Das SBG-Fahrkartenmodell gilt als Innovation am Markt. Das bisher praktiziere Gutscheinsystem gilt als umständlich und fehleranfällig. Die SBG-Entwicklung könnte im Übrigen noch einen Vorteil haben: Das System ist kopierbar und könnte ohne weiteres auch bundesweit von regionalen Verkehrsträgern eingeführt werden.
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