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10|2003
Schwäbische Zeitung

 

Wirtschaftsminister Döring bei Junghans Uhren

Mit der Uhr ins Stadion zum WM-Finale

SCHRAMBERG (leu) - Einen prominenten Fürsprecher hat Junghans seit gestern, wenn es um “All-in-1-Card” geht: Landeswirtschaftsminister Walter Döring (FDP) nennt die High-Tech-Innovation “rundum überzeugend”.

 

 

Fußball-WM 2006, Olympiastadion Berlin, Endspiel Brasilien - Frankreich. 80 000 Zuschauer, und die meisten haben die Arena betreten, ohne ein Ticket vorzuzeigen. Sie haben nur ihre Uhr an ein Lesegerät gehalten. Eine Vision - aber eine realistische. Die “All-in-1-Card” in der Future Watch von Junghans macht´s möglich. Und nicht nur das: Die Dose Cola aus dem Stadion-Automaten ist ebenso über die Chip-Uhr abgebucht worden wie der Fahrschein zur U-Bahn im Stadion.


Gestern führte das Unternehmen dem Wirtschaftsminister an der Geishalde vor, wie und wo diese Smart-Card das Leben erleichtern kann. Der Liberale zeigte sich angetan und sagte zu, soweit es sein Amt zulässt, Werbung für das Produkt zu machen. Im Gepäck hatte er auch konkrete Ratschläge - etwa den, die “All-in-1-Card” zum Innovationspreis des Landes anzumelden. Zudem will er sich dafür einsetzen, weitere Firmen mit Junghans in Kontakt zu bringen.
Bislang ist die Technik weitgehend auf Firmen beschränkt, die damit zu Beispiel die Zugangskontrolle (“Zutritt per Armbanduhr”) ihrer Mitarbeiter regeln. Aber die Anwendungsgebiete weiten sich aus - das demonstrierten Vertreter mehrerer Unternehmen, die mit Junghans kooperieren. So hat die Firma Simon aus Aichhalden ein Schloss für Spinde und Schränke - in Fitnessstudios oder Sporthallen - ausgetüftelt, die sich somit öffnen und schließen lassen.
Das Freiburger Software-Unternehmen highQ nutzt die Smart-Card-Technik beim automatischen Verkauf von Fahrkarten in Bussen und Bahnen, Siemens VDO setzt sie in Fahrzeugen ein. Die Zimmerner Nobel-Motorradschmiede Hollister´s hat ihre Super-Maschine Excite so ausgerüstet, dass man sie mit der Uhr starten kann - was Inhaber Wolfgang Sichler auf dem Junghans-Gelände hörbar demonstrierte, als er ohne Schlüssel den brüllenden Motor in Gang setzte. Und bei den Stadtwerken Schramberg funktioniert die Zeiterfassung auch schon per Choronometer.


Die smarte Karte gibt es nicht nur in Uhren, stellte Junghans-Geschäftsführer Harald Hepperle klar. Sie lässt sich in Schlüsselanhängern, Handys, Scheckkarten oder Pagern einbauen - Junghans sieht das aber nicht als Konkurrenz, sondern als ergänzende Systeme: Hauptsache die Technologie als solche erobert Marktanteile. Und dabei will der Minister helfen - einen Tipp konnte er gestern gleich unterbreiten: Der solvente arabische Raum sei auf solche Innovationen ganz heiß.

 

 

Quelle: "Stuttgarter Zeitung" vom 17.10.2003,
Herausgeber: Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co KG


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