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30. März 2000
Von Haus zu Haus

 

Pilotprojekt SüdbadenBus und Sparkasse:

 

Ticket Station vorgestellt

 

 

Kenzingen (hi). Das Pilotprojekt für die Schülerbeförderung "Ticket Station und automatisches Abrechnungsverfahren" wurde im Beisein zahlreicher Repräsentanten im Gymnasium Kenzingen vorgestellt. Dieses in Zusammenarbeit mit der SüdbadenBus GmbH und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau entwickelte Verfahren wird für ein Jahr von den über 1000 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Kenzingen getestet. Hierzu ist eine Ticket Station aufgestellt. Dort können die Schüler durch einfaches Auflegen ihre Karte Monat für Monat verlängern.

 

Die Chipkarten sollen künftig die bisherigen Fahrscheine für die Schülerbeförderung ersetzen. Geschäftsführer Gerd Breidenstein von der SüdbadenBus GmbH erläuterte das Ergebnis langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit, das das bisher komplizierte Abrechnungsverfahren vereinfachen wird. Oberstudiendirektor Günter Krug begrüßte diese Arbeitserleichterung. Bisher hatte das Abrechnungsverfahren viel zusätzliche Arbeit mit sich gebracht.

 

Bisher war der Aufwand für Fahrscheinverkauf, Abrechnung, Eigenanteilsbezahlung bei Verkehrsunternehmen, Eltern, Schulen, Schulträgern und Gebietsträgerschaften sehr hoch. Allein beim Landratsamt sind mehrere Personen damit beschäftigt. Die SüdbadenBus GmbH Freiburg hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Firma highQ Computerlösungen GmbH und dem Ingenieurbüro Schade, Freiburg, das elektronische Schülerabrechnungsverfahren entwickelt, das mit flächenerschliessenden Bankgruppierungen umgesetzt wird.

 

Durch die Chipkartenterminals in Schulen und Bankenfoyers wird der Personal- und Verwaltungsaufwand für das Ticketing und die Abrechnung bei den Verkehrsunternehmen, den Landratsämtern und den Schulen erheblich gesenkt. Während der einjährigen Pilotphase wird das neue Verfahren am Gymnasium Kenzingen und etwas später am Schulzentrum Freiamt im Landkreis Emmendingen erprobt. Zum Einsatz kommen die Ticket Stationen, die in den Schulen stehend den Schülern die Möglichkeit geben, selbstbedient ihren Fahrausweis in Form einer Plastikkarte durch einfaches Auflegen an der Station neu aufzuladen.

 

Die Schule hat nun keinen Aufwand mehr mit dem Ausfüllen, Abstempeln und Ausgeben der Berechtigungsscheine. Die Listen kommen automatisch aus dem Computer und das Lastschriftverfahren ist online. Manuelle Arbeit entfällt. Die Verkehrsbetriebe sparen Zeit, da der Fahrkartenverkauf im Bus entfällt und der Einstieg dadurch schneller geht. Projektleiter Uwe Bührer erklärte den anwesenden Gästen aus Schule, Politik und Verwaltung die Handhabung der neuen Ticket Station.


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