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Ausgabe 12-2000
NahverkehrsNachrichten

 

Pilotversuch beim Südbadenbus in Kenzingen

 

Abrechnung im Schülerverkehr mit elektronischem Ticket

Die Südbadenbus GmbH (SBG), Freiburg, hat in Zusammenarbeit mit "highQ Computerlösungen GmbH" und dem Ingenieurbüro Schade (IBS), Freiburg, ein "elektronisches Schülerabrechnungsverfahren" entwickelt. Es wird nun in Kooperation mit der Sparkasse Freiburg -Nördlicher Breisgau als Pilotprojekt getestet.

 

Die Chipkarten sollen künftig die bisherigen Fahrscheine für die Schülerbeförderung ersetzen. Geschäftsführer Gerd Breidenstein von der SüdbadenBus GmbH erläuterte das Ergebnis langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit, das das bisher komplizierte Abrechnungsverfahren vereinfachen wird. Oberstudiendirektor Günter Krug begrüsste diese Arbeitserleichterung. Bisher hatte das Abrechnungsverfahren viel zusätzliche Arbeit mit sich gebracht.

 

Bisher war der Aufwand für Fahrscheinverkauf, Abrechnung, Eigenanteilsbezahlung bei Verkehrsunternehmen, Eltern, Schulen, Schulträgern und Gebietsträgerschaften sehr hoch. Allein beim Landratsamt sind mehrere Personen damit beschäftigt. Die SüdbadenBus GmbH Freiburg hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Firma highQ Computerlösungen GmbH und dem Ingenieurbüro Schade, Freiburg, das elektronische Schülerabrechnungsverfahren entwickelt, das mit flächenerschliessenden Bankgruppierungen umgesetzt wird.

 

Durch die Chipkartenterminals in Schulen und Bankenfoyers wird der Personal- und Verwaltungsaufwand für das Ticketing und die Abrechnung bei den Verkehrsunternehmen, den Landratsämtern und den Schulen erheblich gesenkt. Während der einjährigen Pilotphase wird das neue Verfahren am Gymnasium Kenzingen und etwas später am Schulzentrum Freiamt im Landkreis Emmendingen erprobt. Zum Einsatz kommen die Ticket Stationen, die in den Schulen stehend den Schülern die Möglichkeit geben, selbstbedient ihren Fahrausweis in Form einer Plastikkarte durch einfaches Auflegen an der Station neu aufzuladen.

 

Die Schule hat nun keinen Aufwand mehr mit dem Ausfüllen, Abstempeln und Ausgeben der Berechtigungsscheine. Die Listen kommen automatisch aus dem Computer und das Lastschriftverfahren ist online. Manuelle Arbeit entfällt. Die Verkehrsbetriebe sparen Zeit, da der Fahrkartenverkauf im Bus entfällt und der Einstieg dadurch schneller geht. Projektleiter Uwe Bührer erklärte den anwesenden Gästen aus Schule, Politik und Verwaltung die Handhabung der neuen Ticket Station.

 

Erprobt wird dieser weitere Baustein des regionalen "e-Ticketings" mit Schülern des Gymasiums Kenzingen im Landkreis Emmendingen. Im Gymnasium wurde hierzu eine Ticket-Station, ein Chipkarten-Terminal, installiert, an dem die Schüler künftig, ihre Monatskarten im Selbstbedienungsbetrieb kaufen können.

 

Voraussetzung war der berührunglose Fahrausweis des SBG. Die Schülerstammdaten werden von der Schule am PC gepflegt. Eine zentrale Datenverarbeitungsstelle sammelt und verarbeitet alle Daten. Die Schüler erhalten als Fahrkartenkarten einmalig Plastik-Karten, die mit einem berührungslos lesbaren Chip versehen sind.

 

An den Ticket-Stationen können die ,Schüler ihre Chipkarte monatlich verlängern. Ist der Zahlbetrag per Lastschrift eingegangen,wird eine Quittung ausgedruckt, der Fahrschein wird verlängert. Fehlt dagegen die Lastschrift, kann der fällige Betrag per Geldkarte bezahlt werden.

 

Alle Beteiligten versprechen sich von dem Verfahren eine Entlastung. Die Schule hat keinen Aufwand mehr mit Ausfüllen, Stempeln und Ausgeben von Gutscheinen. Der Verkehrsbetrieb spart Zeit, weil der Fahrkartenverkauf im Bus entfällt und der Einstieg durch die berührungslos arbeitenden Chips schneller wird. Landratsamt und Schulträger sparen das Sammeln und Kontrollieren der Gutscheine. Und die Schüler müssen sich nicht mehr Monat für Monat an den Verkaufsstellen anstellen. (sk)


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